Das deutsch-polnische Stadt- und Industriemuseum
Im Herzen der Doppelstadt Guben/Gubin lädt das Stadt- und Industriemuseum am Friedrich-Wilke-Platz seine Besucher auf eine faszinierende Zeitreise durch die bewegte Geschichte einer geteilten und doch verbundenen Region ein – die turbulente Entwicklung einer einzigartigen Stadt: mit Geschichten zum Staunen, zum Anfassen und mit Hüten zum Aufsetzen.
Seit seiner Eröffnung im Sommer 2006 bietet das Museum auf 450 Quadratmetern nicht nur spannende Einblicke in die Stadtentwicklung Gubens, sondern beleuchtet insbesondere auch die traditionsreiche Hut- und Tuchindustrie, die einst das wirtschaftliche Rückgrat der Region bildete. Was dieses Museum besonders macht, ist sein konsequenter Blick über die Neiße: Als deutsch-polnische Einrichtung schlägt es eine kulturelle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Guben und Gubin. Die Ausstellung würdigt die gemeinsame Geschichte beider Städte, die über Jahrhunderte hinweg miteinander verwoben war – und es heute wieder ist.
Neben der Dauerausstellung bietet die Website der Gubener Museen umfassende Informationen zu Öffnungszeiten, aktuellen Veranstaltungen und Sonderausstellungen sowohl im Stadt- und Industriemuseum als auch im Heimatmuseum "Sprucker Mühle".
Ob historisch interessiert, kulturbegeistert oder einfach neugierig – wer mehr über das Leben, Arbeiten und Zusammenleben in einer geteilten Stadt erfahren möchte, ist hier genau richtig.
Vom 11. November 2026 bis zum 24. Januar 2027 zeigt das Stadt- und Industriemuseum Guben die Ausstellung „Joachim Kobelius – Querschnitt eines Lebenswerkes“. Die Gemeinschaftsausstellung des Museums mit Frau Lydia Schwarz und Herrn Andreas Eckert widmet sich dem umfangreichen Schaffen eines Künstlers, dessen Arbeiten vielen Gubenerinnen und Gubenern seit Jahrzehnten vertraut sind.
Joachim Kobelius wurde am 12. August 1935 in Belgern im Kreis Torgau geboren und lebt in Guben. Bereits seine beruflichen Anfänge führten ihn zur Malerei: Von 1949 bis 1952 absolvierte er eine Ausbildung zum Schrift- und Möbelmaler und besuchte während dieser Zeit einen Abendkurs für Malerei und Grafik im Schloss Hartenfels in Torgau.
Am Sonntag, 8. November 2026, lädt das Stadt- und Industriemuseum Guben von 13 bis 17 Uhr zum traditionellen „Tag des Hutes“ ein. An diesem besonderen Museumstag dreht sich alles um die mehr als 200-jährige Gubener Hutmachertradition. Die Geschichte der industriellen Hutherstellung in Guben reicht bis in das Jahr 1822 zurück und prägte die wirtschaftliche Entwicklung sowie das internationale Ansehen der Stadt über viele Generationen. Der „Tag des Hutes“ erinnert an dieses bedeutende Kapitel der Stadtgeschichte und verbindet historische Einblicke mit lebendigem Handwerk und moderner Hutmode.
In diesem Monat präsentiert das Stadt- und Industriemuseum in der Reihe „Exponat im Fokus“ einen Doppelschilling aus dem Herzogtum Mecklenburg-Güstrow Anfang des 17. Jahrhunderts.
Der Doppelschilling war unter der Herrschaft des Herzogs Johann Albrecht II. im Umlauf. Johann Albrecht II. (1590 - 1636) war der Sohn des Herzogs Johann VII. Von 1608-1610 regierte er unter der Vormundschaft von Herzog Karl I und ab 1621 herrschte er als alleinregierender Herzog von Mecklenburg-Güstrow.
Entdecken Sie die aktuellen Sonderausstellungen der Museen der Stadt Guben bei einer fachkundigen Führung und erfahren Sie spannende Hintergründe zu ausgewählten Exponaten, ihren Geschichten und ihrer Bedeutung für Guben und die Region. In der Sonderausstellung „Spuren der Vergangenheit: Archäologie und Bodendenkmalschutz in Guben“ begeben Sie sich auf eine Reise in die frühe Geschichte der Region. Archäologische Funde erzählen vom Leben vergangener Zeiten und zeigen, wie diese Zeugnisse entdeckt, erforscht und für kommende Generationen bewahrt werden.
Vom 26. Juni bis 30. Oktober präsentiert das Stadt- und Industriemuseum Guben eine Sonderausstellung zu einem ebenso spannenden wie faszinierenden Thema: Archäologie und Bodendenkmalschutz. Doch worin besteht eigentlich der Unterschied zwischen beiden? Was genau macht ein Archäologe oder eine Archäologin? Welche bedeutenden archäologischen Ausgrabungen fanden in Guben und der näheren Umgebung statt? Und wer waren die Menschen, die diese wertvollen Funde entdeckten, dokumentierten und bis heute bewahrten?
Vom 10. Juni bis 26. Oktober 2026 lädt das Stadt- und Industriemuseum Guben zu einer außergewöhnlichen Sonderausstellung ein, die einen Bereich des Museums in den Mittelpunkt rückt, den Besucherinnen und Besucher sonst kaum zu Gesicht bekommen: den Museumsfundus. Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Wie gelangen historische Objekte in eine Museumssammlung? Welche Anforderungen stellen die Aufgaben Bewahrung, Erforschung und Dokumentation dieser Zeugnisse an einen Raum? Und welche Geschichten und Erinnerungen schlummern in den Regalen, Schränken und Depots eines Museums?
