Das deutsch-polnische Stadt- und Industriemuseum
Im Herzen der Doppelstadt Guben/Gubin lädt das Stadt- und Industriemuseum am Friedrich-Wilke-Platz seine Besucher auf eine faszinierende Zeitreise durch die bewegte Geschichte einer geteilten und doch verbundenen Region ein – die turbulente Entwicklung einer einzigartigen Stadt: mit Geschichten zum Staunen, zum Anfassen und mit Hüten zum Aufsetzen.
Seit seiner Eröffnung im Sommer 2006 bietet das Museum auf 450 Quadratmetern nicht nur spannende Einblicke in die Stadtentwicklung Gubens, sondern beleuchtet insbesondere auch die traditionsreiche Hut- und Tuchindustrie, die einst das wirtschaftliche Rückgrat der Region bildete. Was dieses Museum besonders macht, ist sein konsequenter Blick über die Neiße: Als deutsch-polnische Einrichtung schlägt es eine kulturelle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Guben und Gubin. Die Ausstellung würdigt die gemeinsame Geschichte beider Städte, die über Jahrhunderte hinweg miteinander verwoben war – und es heute wieder ist.
Neben der Dauerausstellung bietet die Website der Gubener Museen umfassende Informationen zu Öffnungszeiten, aktuellen Veranstaltungen und Sonderausstellungen sowohl im Stadt- und Industriemuseum als auch im Heimatmuseum "Sprucker Mühle".
Ob historisch interessiert, kulturbegeistert oder einfach neugierig – wer mehr über das Leben, Arbeiten und Zusammenleben in einer geteilten Stadt erfahren möchte, ist hier genau richtig.
Am 11. Juni 2026 findet ab 16:30 Uhr im „Kleinen Ausstellungsraum“ neben der Alten Färberei (Friedrich Wilke Platz) ein öffentlicher Workshop im Rahmen des Interreg-geförderten Projekts „Qualifizierte Konzeptstudie für ein deutsch-polnisches Nachbarschaftsmuseum“ für Guben/Gubin statt.
Vom 10. Juni bis 26. Oktober zeigt das Stadt- und Industriemuseum Guben eine Sonderausstellung zu einem in der Öffentlichkeit eher unsichtbaren Thema: dem Museumsfundus. Was ist ein Fundus?
Das Stadt- und Industriemuseum beteiligt sich am Familiensonntag mit einem besonderen kreativen Programm. Neben dem normalen Besuch der Dauerausstellung und der Wanderausstellung „Common Ground – über Grenzen mitgestalten“, können kleine wie große Besucher kostenfrei ihr eigenes Briefpapier oder Karten gestalten.
In diesem Monat präsentiert das Stadt- und Industriemuseum in der Reihe „Exponat im Fokus“ eine alte Kaffeemühle aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Die Kaffeemühle hat eine fast würfelförmige Grundform mit einem gewölbten Messingaufsatz und der Kurbel mit rundem Holzknauf. Ihre Gesamthöhe beträgt 19 cm, bei einer Seitenlänge des Korpus von 13 cm. Der Korpus ist aus Holz, weinrot bemalt und besitzt unten eine kleine Schublade.
Die grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung wird konkret: Mit dem 1. Deutsch-Polnischen Bürgerdialog startet am 19. Mai 2026 von 14:00 bis 18:00 Uhr in der Alten Färberei in Guben die Auftaktveranstaltung für Bürgerinnen und Bürger im Rahmen des Folgeprojekts „Gemeinsam stärker 2.0“.
