Das deutsch-polnische Stadt- und Industriemuseum
Im Herzen der Doppelstadt Guben/Gubin lädt das Stadt- und Industriemuseum am Friedrich-Wilke-Platz seine Besucher auf eine faszinierende Zeitreise durch die bewegte Geschichte einer geteilten und doch verbundenen Region ein – die turbulente Entwicklung einer einzigartigen Stadt: mit Geschichten zum Staunen, zum Anfassen und mit Hüten zum Aufsetzen.
Seit seiner Eröffnung im Sommer 2006 bietet das Museum auf 450 Quadratmetern nicht nur spannende Einblicke in die Stadtentwicklung Gubens, sondern beleuchtet insbesondere auch die traditionsreiche Hut- und Tuchindustrie, die einst das wirtschaftliche Rückgrat der Region bildete. Was dieses Museum besonders macht, ist sein konsequenter Blick über die Neiße: Als deutsch-polnische Einrichtung schlägt es eine kulturelle Brücke zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Guben und Gubin. Die Ausstellung würdigt die gemeinsame Geschichte beider Städte, die über Jahrhunderte hinweg miteinander verwoben war – und es heute wieder ist.
Neben der Dauerausstellung bietet die Website der Gubener Museen umfassende Informationen zu Öffnungszeiten, aktuellen Veranstaltungen und Sonderausstellungen sowohl im Stadt- und Industriemuseum als auch im Heimatmuseum "Sprucker Mühle".
Ob historisch interessiert, kulturbegeistert oder einfach neugierig – wer mehr über das Leben, Arbeiten und Zusammenleben in einer geteilten Stadt erfahren möchte, ist hier genau richtig.
Das Stadt- und Industriemuseum Guben feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen – und lädt aus diesem Anlass zu einer ganz besonderen Jubiläumswoche voller Entdeckungen, Geschichten und Mitmachangebote ein. Mit mehreren Themenausstellungen richtet das Museum den Blick hinter die Kulissen der Museumsarbeit und auf spannende Bereiche der musealen Sammlung, die sonst nur selten im Mittelpunkt stehen. Besucherinnen und Besucher erhalten faszinierende Einblicke in verborgene Schätze, außergewöhnliche Objekte und die vielfältige Arbeit eines Museums.
In diesem Monat präsentiert das Stadt- und Industriemuseum in der Reihe „Exponat im Fokus“ einen Lichtschirm oder auch Lithophanie-Schirm, ca. Mitte des 19. Jahrhunderts, aus der Porzellanmanufaktur Plaue. Ein Lithophanie-Schirm ist ein dekoratives Kunstobjekt, oft aus dem 19. Jahrhundert, das aus einer durchscheinenden Porzellanplatte (Lithophanie) und einem meist dunklen Metallrahmen besteht. Durch rückwärtiges Licht, wie z.B. einer Kerze oder Lampe, erscheinen detaillierte, dreidimensionale Bilder, oft mit figürlichen Motiven oder Szenen.
Am Donnerstag, den 11. Juni 2026, lädt die Stadt Guben gemeinsam mit der Stadt Gubin und dem Projektbüro complan Kommunalberatung GmbH zu einem öffentlichen Workshop im Rahmen des Interreg-geförderten Projekts „Qualifizierte Konzeptstudie für ein deutsch-polnisches Nachbarschaftsmuseum“ ein. Die Veranstaltung beginnt um 16:30 Uhr im „Großen Ausstellungsraum“ neben der Alten Färberei am Friedrich-Wilke-Platz in Guben.
Vom 10. Juni bis 26. Oktober 2026 lädt das Stadt- und Industriemuseum Guben zu einer außergewöhnlichen Sonderausstellung ein, die einen Bereich des Museums in den Mittelpunkt rückt, den Besucherinnen und Besucher sonst kaum zu Gesicht bekommen: den Museumsfundus. Was verbirgt sich eigentlich hinter diesem Begriff? Wie gelangen historische Objekte in eine Museumssammlung? Welche Anforderungen stellen die Aufgaben Bewahrung, Erforschung und Dokumentation dieser Zeugnisse an einen Raum? Und welche Geschichten und Erinnerungen schlummern in den Regalen, Schränken und Depots eines Museums?
