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Die Hauben und Hutprobierstationen des Museums


Insgesamt informieren  14 überdimensionale Hauben zur Gubener Stadt- und Industriegeschichte. Im Folgenden werden davon zwei Geschichts-Hauben sowie die beiden Hutprobierstationen näher vorgestellt:

„In 80 Schritten zum Hut“

Die mit ca. sieben Meter längste Haube des Stadt- und Industriemuseums informiert über die aufwendige Herstellung eines Hutes mittels zwei Zeitleisten. Hierbei gibt die erste Zeitleiste Auskunft über die Anzahl der Beschäftigten in der Gubener Hutindustrie sowie über die Anzahl der angefertigten Hüte. In dem dazugehörigen Schaukasten werden verschiedenste Materialien präsentiert, die zur Herstellung eines Hutes benötigt wurden, wie z.B. Kaninchenfelle, Bürsten oder Haifischhaut. In der zweiten Zeitleiste werden die einzelnen Arbeitsschritte der Hutherstellung durch kleine Monitore, Fotos und Kurztexte näher erklärt.

Zur Hutherstellung aus Wolle oder Haaren waren ca. 80 Arbeitsschritte notwendig: Von der Vorbereitung des Materials, über das Fachen, Filzen und Formen, bis hin zum Garnieren. Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert, auch wenn teilweise Maschinen die schwere Handarbeit ersetzt haben. Ein Hut aus Naturhaar brauchte dennoch seine Zeit - für 200 Stück derselben Qualität (Partie) benötigte es ca. 4-6 Wochen.

 

„Den Fluß entlang - Ansichten vor und nach 1945“

In dieser Haube bewegt sich der Besucher sprichwörtlich „durch die Neiße“ und kann sich links und rechts der Neiße historische Fotos und Ansichtspostkarten anschauen, die anschaulich über kulturelle und architektonische Bauwerke sowie Sehenswürdigkeiten von einst und heute berichten.

Im 19. Jahrhundert wurde Guben zu einer Industriestadt. Vor allem Tuch- und Hutfabriken entstanden. 1926 lebten über 40.000 Menschen in der Neißestadt. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges wird Guben zur Festung erklärt und im Zuge der Kämpfe stark zerstört. Mit Festlegung der Oder-Neiße-Grenze als deutsch-polnische Grenze wurde Guben in der Folge geteilt. Es bleibt das deutsche Guben westlich der Neiße. Auf der gegenüberliegenden Seite entsteht am östlichen Neißeufer das polnische Gubin.

 

Probierhuthaube: „Haben Sie ein Hutgesicht”?

Unter dieser Haube hat der Besucher die Möglichkeit Kopfbedeckungen aller Art von witzig bis edel virtuell aufzuprobieren und herauszufinden, welches Hutmodell ihm am besten steht - ein großer Spaß für jung bis alt.

 

„Echte Hutprobierstation“

An der "Echten Hutprobierstation" kann der Besucher aus einer Vielzahl von verschiedenen historischen Kopfbedeckungen und Hüten auswählen und aufprobieren, um anschließend vor einem großen Spiegel selbst zu einem Hutmodel zu werden - ein Höhepunkt für jeden Museumsbesucher. Wer möchte, kann dies auch fotografisch festhalten.

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