Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart

Foto SOA Deutsche aus RusslandDas Stadt- und Industriemuseum präsentiert ab dem 17. Oktober 2018 die Wanderausstellung "Deutsche aus Russland. Geschichte und Gegenwart", die über die deutschen Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion und deren Gechichte informiert.

Die Wanderausstellung wurde von der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland konzipiert und aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge realisiert.

Ausgelöst worden war die große Welle der Auswanderung von Deutschen nach Russland am 22. Juli 1763 durch ein Manifest der deutschstämmigen Zarin Katharina der Großen. Die eingewanderten Deutschen sollten mehrheitlich den Beruf eines Ackerbauern ausüben und die endlosen Steppen der Kirgisen und Tataren für den Weizenanbau nutzen. Katharina II. gewährte den deutschen Einwanderern viele Privilegien. So entstanden in der Zeit von 1764 bis 1862 viele deutsche Siedlungen im russischen Zarenreich. Die Folgen von zwei Weltkriegen und die daraus resultierenden Konflikte mit Deutschland trafen die Nachfahren der deutschen Auswanderer in der späteren Sowjetunion hart. Es kam zu Progromen und Deportationen sowie Enteignungen und Repressalien. Aus diesen Gründen sind viele Deutsche in das Land ihrer Ahnen zurückgekehrt.

Die präsentierte Wanderausstellung hat sich hierbei zum Ziel gesetzt, Vorurteile abzubauen und zu einer Verbesserung der Akzeptanz russlanddeutscher Spätaussiedler in der deutschen Gesellschaft beizutragen.

Der Eintritt erfolgt nach aktueller Entgeltordnung.

Ausstellungsdauer:  17. Oktober bis 25. November 2018

 

Bitte beachten Sie, dass ab 1. November 2018 wieder die Winteröffnungszeiten des Stadt- und Industriemuseums gelten!

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