Rückblick 2021 und Ausblick auf 2022

 

Rückblick auf das Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr 2021

Die COVID-19-Pandemie hatte auch 2021 erheblichen Einfluss auf unser tägliches Leben und stellte uns auch in unserer musealen Arbeit wieder vor Herausforderungen. Einige geplante und mit Akribie vorbereitete museale Projekte konnten nicht oder nur bedingt angeboten, umgesetzt und von Besuchern genutzt werden. So mussten die Museen vom 1. Januar bis 15. März sowie vom 24. März bis 22. Mai 2021 aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen bleiben und zum Teil auf virtuelle Angebote umgestiegen werden.

Unter dem Arbeitsmotto: „Gebraut - Geschaut - Erzählt“ präsentierten wir insgesamt 6 - zwei davon, aufgrund der Museumsschließung, virtuell. Insgesamt gab es 25 Sonderveranstaltungen mit 52 musealen Angeboten. 

Alle Sonderausstellungen und die durchgeführten Sonderveranstaltungen unterlagen pandemiebedingten Regelungen und Beschränkungen, worauf sich die Besucher*innen aber schnell einstellten.
 
In 2021 kamen für uns zwei intensive Projektarbeiten hinzu, welche vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur gefördert wurden:
 
1. Ein Zeitzeugenprojekt zum Thema "Die 10 Geheimnisse der Gubener Hutherstellung". Hierbei bestand das Ziel in der digitalen Erfassung, Speicherung und Zugänglichmachung eines Zeitzeugenberichtes über die traditionelle Gubener Hutherstellung vor allem aus den Jahren 1945-2000. Die erstellten Digitalisate in Form von 10 Podcast-Folgen sind virtuell zugänglich - u.a. über spotify und die Museumsplattform museum-digital.de. Im Museum selbst können die Besucher*innen über QR-Codes die einzelnen Folgen abrufen. In diesem Digitalisierungsprojekt wurden erstmals alle Hutfertigungsschritte in Gänze dargestellt. Der Projektzeitraum erstreckte sich über das ganze Jahr 2021; zu den einzelnen Arbeitsschritten zählte u.a. die Aufbereitung der 10 Einzelfolgen zu einem Podcast und die Transkription der Texte als Vorbereitung für die Höraufnahmen in einem professionellen Tonstudio.
 
2. Ein Sammlungsprojekt zum Thema "Bestandsaufnahme" der stadtgeschichtlichen Sammlung". Vordergründiges Ziel dieser Projektarbeit war die Schaffung bzw. Überarbeitung unserer aktuellen Sammlungskonzeption als Grundlage für eine neue Museumskonzeption. Eine Sammlungskonzeption ist die Grundlage für eine Museumskonzeption und damit auch die Grundlage für eine fachgerechte Arbeit im Museum, die wir hier im Museum auch weiterhin umsetzen wollen.

Trotz der pandemischen Hürden konnten wir eine gute Besucherresonanz verzeichnen, die auch 2021 insbesondere auf virtuelle Besucher basierte. Letztendlich zählten wir in 2021 15.342 Besucher, davon 1587 reelle und 13.755 virtuelle Gäste, also Internetuser, die unsere Beiträge auf der Webseite lasen oder uns auf Facebook und Instagram folgten und Beiträge teilten. Damit haben wir fast doppelt so viele virtuelle Besucher*innen wie in 2020.

Seit der Eröffnung des Stadt- und Industriemuseums am 8. Juli 2006 bis Ende 2021 verzeichnen wir 71.728 Besucher*innen und für den Zeitraum von 1995 bis 2021 können wir 96.848 Gäste im Heimatmuseum „Sprucker Mühle“ aufweisen.

 

Besondere Ausstellungen in 2021 waren, u.a.:

-  Osterausstellung "Ich schenk Dir ein Osterei" - eine Ausstellung mit Arbeiten von Inge und Manfred Ewersbach, Monika und Klaus Krüger, Bettina Pfeiffer sowie Monika Möllner. Präsentiert wurden filigrane Kunstwerke an verschiedenen Eierarten und in unterschiedlichen Techniken. Ergänzt wurde die Ausstellung durch keramische Arbeiten und Frühlingsbildern in Öl, Acryl und Pastell. Aufgrund der coronabedingten Schließung des Museums wurde die Osterausstellung virtuell mit den Ausstellern eröffnet. Zu sehen war die Osterschau virtuell über social media sowie als Schaufenster-Ausstellung im ehemaligen Hutcafé.

-  "Gebraut - Geschaut - Erzählt" - eine Ausstellung, die in Kooperation mit dem jungen Gubener Vincent Birkenhagen entstanden ist. Sie gab einen Einblick in die vielfältige Gubener Brauereigeschichte und wurde durch Führungen und Vorträge im Ausstellungszeitraum begleitet.

-  "So bunt wie der Herbst" - eine Kreativausstellung mit Arbeiten der drei Sparten der Gubener Kunstgilde e.V. Eröffnet wurde diese in Verbindung mit einem Herbstfest inkl. eines bunten Programms für die ganze Familie.

-  "Schnipp schnapp - Es war einmal" - eine Ausstellung mit einzigartigen Märchen-Scherenschnitten von der Schriftstellerin und Scherenschnittkünstlerin Erika Schirmer. Zu sehen waren Scherenschnitte aus Märchenszenen der Gebrüder Grimm und von Hans Christian Andersen. Bisher gab es in Deutschland und Polen über 120 Ausstellungen ihrer einzigartigen Scherenschnittkunstwerke. Ergänzt wurde diese Sonderausstellung durch historisches Spielzeug aus dem Museumsfundus sowie weihnachtlicher museumspädagogischer Angebote.

 

Besondere Veranstaltungen in 2021 waren, u.a.:

- Herbstfest „So bunt wie der Herbst“ - inkl. der Vernissage zur Kreativausstellung der Gubener Kunstgilde e.V. Hier gab es für die ganze Familie verschiedene museale Angebote von Führung, Kinderschminken, Ballonshow und musikalischer Umrahmung.  (117 Teilnehmer*innen)

- 17. Museumsnacht im Landkreis Spree-Neiße zum Thema: "Entdecke dein Museum“ bei uns im Stadt- und Industriemuseum unter dem Titel "Bierbraukunst der Doppelstadt Guben und Gubin" mit einem deutsch-polnischen Programm. Zu den Programmpunkten zählten u.a. Führungen durch die Sonderausstellung "Gebraut - Geschaut - Erzählt", Vorträge rund ums Bier, Spieleangebot für Kinder sowie eine unterhaltsame Verkostung zum Thema "Bier".  (84 Teilnehmer*innen)

-  Tag des Hutes unter dem Motto "Ob Groß, ob Klein - Hut muss sein" - eine Veranstaltung, die erstmalig stattfand und in Kooperation mit der Stadtbibliothek und der Städtischen Musikschule "Johann Crüger" durchgeführt wurde. Es gab ein vielfältiges Programm rund um das Thema "Hut". Zu den musealen Angeboten zählten u.a. eine Ausstellung, eine Tombola, Vorführungen zur Hutherstellung und Hutspiele.  (508 Teilnehmer*innen)

 

Die Personalsituation:

Seit April 2015 sieht die personelle Situation im Bereich Museen so aus, dass 2 Mitarbeiterinnen die gesamte museale Arbeit, inklusive Vorbereitungen von Ausstellungen und Veranstaltungen, Inventarisierung musealer Objekte, Recherchearbeiten zur Gubener Geschichte sowie Verwaltungsarbeit (Aufzählung ist nicht abschließend) durchführen.

An dieser Stelle geht ein großer Dank an all diejenigen, die sich ehrenamtlich in unsere museale Arbeit einbringen bzw. uns immer wieder zur Seite stehen und unsere Arbeit unterstützen und somit zu unserem jährlichen Erfolg beitragen. Herzlichen Dank und bleiben Sie uns treu. 

 

 

Ausblick auf das Ausstellungs- und Veranstaltungsjahr 2022

Unser diesjähriges Arbeitsmotto lautet: "Gubener Hut, steht mir gut. 200 Jahre Gubener Hutindustrie"

Im Ausstellungsjahr 2022 sind zunächst 6 Sonderausstellungen im Stadt- und Industriemuseum sowie verschiedenste Sonderveranstaltungen in beiden Museen der Stadt Guben geplant. Erfahrungsgemäß steigt im Laufe des Jahres die Anzahl der Ausstellungen und der Sonderveranstaltungen aufgrund der Nachfrage von Kitas und Schuleinrichtungen sowie von Vereinen und externen Anfragen.

 

Ausstellungshöhepunkte sind in diesem Jahr sicherlich die deutsch-polnische Sonderausstellung zum aktuellen Ausgrabungs- und Forschungsstand der Villa Wolf in Gubin, dem Erstlingswerk des letzten Bauhausdirektors, Ludwig Mies van der Rohe. Diese wird im Rahmen des Internationalen Museumstages am 15. Mai bereits am Freitag zuvor feierlich eröffnet werden.

Auch in diesem Jahr werden Jubiläen mit Sonderausstellungen in unseren Museen begangen; zum einen begeht Inge Ewersbach ihr 10jähriges Ausstellungsjubiläum im Stadt- und Industriemuseum. Bereits zum zehnten Mal präsentiert die Taubendorferin ihre einzigartigen Kunstwerke am Naturei. Jedes Jahr kommen neue Werke hinzu. In diesem Jahr sind erstmalig Kunstwerke in Durchbruchtechnik aus Schwaneneiern zu bestaunen.

Im September präsentiert ihr Ehemann, Manfred Ewersbach, sein Lebenswerk anlässlich seines 85. Geburtstages in einer Sonderausstellung unter dem Titel "Faszination Landschaft". Zu sehen sein werden Kulturlandschaften sowie Keramikarbeiten und Plastiken von Jutta Zema.  

 

Veranstaltungshöhepunkte sind in 2022 sicherlich wieder die Museumsnacht mit einem deutsch-polnischen Angebot am 4. September. In diesem Jahr wird hierbei die Sonderausstellung zum Ausgrabungs- und Forschungsstand der einstigen Villa Wolf und ihr Architekt Ludwig Mies van der Rohe im Mittelpunkt stehen.

Anlässlich 200 Jahre Gubener Hutindustrie wird voraussichtlich am 23. Oktober der zweite "Tag des Hutes" stattfinden. Eine Sonderveranstaltung, bei der die Stadt Guben und das Stadt- und Industriemuseum seiner zweihunderjährigen Huttradition gedenken wird. Zu erleben sein werden wieder vielfältige Angebote rund um das Thema HUT im Museum, im Veranstaltungssaal "Alte Färberei" sowie auf dem Rathausvorplatz für die gesamte Familie.

 
Und natürlich sind auch weitere museale Angebote wie Workshops, Führungen und Vorträge in Planung. Zu erfahren sind diese zeitnah in der regionalen Presse sowie auf unserer Museumswebseite unter der Rubrik Aktuelles.

Aktuelle Informationen und Hinweise (gerade auch in Bezug auf coronabedingte Einschränkungen) entnehmen Sie bitte der Rubrik "Aktuelles" bzw. der Rubrik "Quartalsnachrichten".

Änderungen vorbehalten!

 

Liebe Leser,

meine Kollegin und ich würden uns sehr freuen, wenn wir Sie auch in diesem Jahr wieder in einem der beiden Museen begrüßen dürfen und Sie unsere vielfältigen musealen Angebote wahrnehmen. In unserem Gästebuch oder auch gern in einem persönlichen Gespräch freuen wir uns auf Ihr Feedback sowie über Anregungen und Ideen für weitere museale Projekte. Wenn Sie unsere Arbeit gern ehrenamtlich begleiten und unterstützen möchten, können Sie sich unter unseren Kontaktdaten bei uns melden. Wir würden uns sehr darüber freuen!

Heike Mahro, Leiterin der Museen der Stadt Guben

 

 

 

 

 

 

 


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